Lithium Batterien (LiFePO4)
Lithium Batterien (LiFePO4)
LiFePO4-Batterien versorgen deine Verbraucher im Camper und Wohnmobil sicher und langlebig mit Energie. Bei der Auswahl solltest du neben der Kapazität z.B. auch auf den zulässigen Entladestrom achten und darauf, ob du Funktionen wie eine Batterieheizung oder Bluetooth benötigst.
Welche LiFePO4-Batterie passt zu deinem Camper?
Eine passende Aufbaubatterie speichert genügend Energie für deine Reise und kann deine Geräte gleichzeitig versorgen. Das sind zwei unterschiedliche Anforderungen: Die Kapazität bestimmt, wie viel Energie zur Verfügung steht. Der zulässige Entladestrom entscheidet mit darüber, welche Verbraucher du betreiben kannst. Prüfe außerdem, welche Systemspannung und welche Batterieabmessungen zu deinem Ausbau passen.
Systemspannung und Einbauplatz: Was passt in dein Fahrzeug?
Die Nennspannung der Batterie muss zu deinem elektrischen System passen. Eine LiFePO4-Batterie mit 12,8 V Nennspannung ist für ein entsprechendes 12-V-System vorgesehen. Für ein 24-V-System benötigst du eine ausdrücklich zugelassene Reihenschaltung.
Miss den Einbauplatz vor dem Kauf aus und berücksichtige neben Länge, Breite und Höhe auch Platz für Anschlüsse, Kabel und Befestigung. Gerade bei einer Untersitzbatterie kommt es auf die konkrete Sitzkonsole und vorhandene Einbauten an. Die Bezeichnung „Untersitzbatterie“ allein garantiert noch nicht, dass das Modell in dein Fahrzeug passt. Beachte außerdem die freigegebenen Einbaulagen.
Kapazität: Wie viel Energie brauchst du zwischen zwei Ladevorgängen?
Die Kapazität in Amperestunden (Ah) hilft dir, Batterien gleicher Nennspannung zu vergleichen. Für den Vergleich unterschiedlicher Spannungen ist der Energieinhalt in Wattstunden (Wh) aussagekräftiger: Nennspannung mal Amperestunden ergibt die nominal gespeicherte Energie. Eine Batterie mit 12,8 V und 100 Ah speichert beispielsweise nominal 1.280 Wh. Die tatsächlich nutzbare Energie hängt unter anderem von Betriebsbedingungen, Entladegrenzen und Systemverlusten ab.
Für die benötigte Größe zählt dein täglicher Verbrauch ebenso wie die Zeit bis zum nächsten Nachladen. Wer regelmäßig fährt oder zuverlässig Landstrom nutzen kann, hat andere Voraussetzungen als jemand, der mehrere Tage am selben Platz steht. Solar kann die Standzeit verlängern, liefert aber je nach Jahreszeit, Wetter und Standort unterschiedlich viel Energie.
Plane deshalb eine Reserve ein und betrachte Batterie und Lademöglichkeiten gemeinsam. Mit unserem Autarkie-Designer Pro kannst du Verbraucher, Fahrstrecken und Standzeiten für deine Reise simulieren und deinen Bedarf besser einschätzen.
Entladestrom: Reicht die Leistung für deine Verbraucher?
Eine hohe Ah-Zahl bedeutet nicht automatisch, dass eine Batterie auch hohe Ströme liefern darf. Wenn du einen Wechselrichter für Kaffeemaschine, Wasserkocher oder Induktionskochfeld nutzen möchtest, ist der maximal zulässige Dauerentladestrom besonders wichtig. Batterie, Batteriemanagementsystem und Installation müssen für die gleichzeitig betriebenen Verbraucher ausgelegt sein.
Zur Orientierung: Ein Verbraucher mit 2.000 W benötigt über einen Wechselrichter an einer Batterie mit 12,8 V rechnerisch bereits rund 156 A – ohne Wechselrichterverluste. In der Praxis liegt der Strom höher und steigt bei sinkender Batteriespannung weiter an. Weitere gleichzeitig laufende Geräte kommen hinzu. Eine kurzzeitig erlaubte Spitzenbelastung ersetzt deshalb keinen ausreichend hohen Dauerentladestrom.
Batterieheizung: sinnvoll für kalte Reiseziele und Einbauorte
Bei LiFePO4-Batterien gelten unterschiedliche Temperaturgrenzen für das Laden und Entladen. Dass eine Batterie bei Kälte noch Strom liefern kann, bedeutet nicht, dass sie bei derselben Temperatur auch geladen werden darf. Entscheidend sind die Zelltemperatur und die Freigaben des jeweiligen Modells.
Eine integrierte Heizung kann die Zellen vor dem Laden auf die erforderliche Temperatur bringen. Das ist besonders interessant, wenn deine Batterie an einem kalten Einbauort sitzt oder du im Winter unterwegs bist. Prüfe, wie die Heizung versorgt wird und welche Ladeleistung sie zum Arbeiten benötigt. Eine beheizte Batterie lässt sich bei Kälte nicht unter allen Bedingungen sofort laden.
BMS, Bluetooth und Systemüberwachung: Welche Ausstattung brauchst du?
Das Batteriemanagementsystem (BMS) überwacht die Zellen und schützt sie innerhalb seiner vorgesehenen Funktionen beispielsweise vor unzulässigen Spannungen, Strömen oder Temperaturen. Prüfe, ob es bereits integriert ist oder für das Batteriesystem separat benötigt wird. Ein BMS ersetzt nicht die passende Absicherung und Auslegung deiner Installation.
Bluetooth ist praktisch, wenn du Batteriedaten direkt per Smartphone ablesen möchtest. Welche Werte angezeigt werden, hängt vom Modell ab. Für eine zentrale Überwachung kommen je nach System auch ein Batteriecomputer mit Shunt oder Kommunikationsschnittstellen infrage. Wenn du die Batterie mit einer vorhandenen Systemüberwachung verbinden möchtest, prüfe die konkrete Kompatibilität – ein CAN-Bus-Anschluss allein garantiert sie nicht.
LiFePO4 oder Solid State: Worauf kommt es beim Vergleich an?
Auch die als Solid State bezeichneten Batterien in unserem Sortiment basieren auf Lithium-Eisenphosphat-Technologie. Bei den entsprechenden Semi-Solid-State-Modellen ist der Anteil flüssiger Elektrolyte reduziert - dies ist eines von vielen möglichen Sicherheitsmerkmalen. Für deine Auswahl bleiben jedoch die konkreten Eigenschaften entscheidend: Energieinhalt, zulässige Ströme, Abmessungen, Temperaturgrenzen und Systemkompatibilität. Die Technologiebezeichnung allein sagt nicht, welche Batterie am besten zu deinem Ausbau passt.
Vorhandene Batterie ersetzen oder später erweitern?
Wenn du von einer Blei- oder AGM-Batterie auf LiFePO4 wechselst, prüfe auch deine vorhandene Ladetechnik. Landstromladegerät, Solarregler und die Ladung über die Lichtmaschine müssen zu den Ladeanforderungen und Stromgrenzen der neuen Batterie passen. Gleiche Nennspannung und passende Abmessungen reichen für einen problemlosen Austausch allein nicht aus.
Möchtest du mehrere Batterien kombinieren, achte auf die ausdrücklich freigegebene Parallel- oder Reihenschaltung und die zulässige Anzahl. Auch die Kombination unterschiedlicher Modelle oder unterschiedlich alter Batterien muss geprüft werden. Plane eine spätere Erweiterung möglichst schon bei der ersten Auswahl mit ein.
Diese Angaben solltest du vor dem Kauf vergleichen
- Spannung und Bauform: Passt die Batterie elektrisch und mechanisch in dein Fahrzeug?
- Kapazität: Reicht die nutzbare Energie für deine geplanten Standzeiten mit einer sinnvollen Reserve?
- Dauer- und Spitzenentladestrom: Kann die Batterie deine Verbraucher und deren Einschaltspitzen versorgen?
- Ladung und Temperatur: Passen deine Ladegeräte, die zulässigen Ladeströme und die Temperaturgrenzen zu deinem Einsatz?
- Ausstattung und Erweiterbarkeit: Brauchst du Heizung, Bluetooth, Systemkommunikation oder die Möglichkeit, mehrere Batterien zu kombinieren?
LiFePO4 Batterien – Überlegene Akku-Technologie, perfekt für Camper & Wohnmobil
LiFePO4 Batterien (Lithium-Eisenphosphat-Batterien) sind für Wohnmobile und Camper die Stromquelle mit den meisten Vorteilen - und diese sind nicht klein, sondern machen ganz entscheidende Unterschiede.
Wenn du nicht nur von Campingplatz zu Campingplatz fahren willst, sondern auch ein bisschen Autarkie auf der Wunschliste für dein Reiseprogramm steht, bist du mit einer LiFePO4 Batterie direkt wesentlich besser aufgestellt.
Was können LiFePO4 Batterien so viel besser?
Auf den Punkt gebracht sind LiFePO4 Batterien leistungsfähiger und langlebiger als andere Batterietechniken und dabei auch noch sehr sicher. Das bedeutet unter anderem:
Sie verfügen über eine deutlich höhere Energiedichte, können also mehr Energie in einem viel kleineren und leichteren Format speichern. Da Platz und Zuladung im Camper stark begrenzt sind, kommt dieser Vorteil schon bei der Unterbringung zum Tragen.
Ein anderer großer Vorteil der LiFePO4 Batterien ist ihre Tiefentladefestigkeit. Während Blei-Batterien oft nur bis zu 50 % entladen werden können, bevor sie Schaden nehmen, können LiFePO4 Batterien fast vollständig entladen werden, ohne die Lebensdauer zu beeinträchtigen. Das bedeutet, dass Sie (nochmal) mehr nutzbare Energie zur Verfügung stellen.
Zudem haben sie eine längere Lebensdauer als herkömmliche Batterien und eine deutlich größere Anzahl an Ladezyklen kann erreicht werden.
LiFePO4 Batterien sind außerdem extrem sicher. Sie sind weniger anfällig für Überhitzung und es besteht kein Explosionsrisiko, was sie zu einer besonders sicheren Wahl für den Einsatz in Wohnmobilen macht. Durch ihre integrierte Batteriemanagementsysteme (BMS) wird die Batterie vor Überladung, Überhitzung und Tiefenentladung geschützt, was für einen sorgenfreien Betrieb sorgt.
Da geht aber noch mehr:
Für noch mehr Sicherheit sorgen wir mit unserer gleich doppelten Abschaltung im Falle von Überlast und Kurzschluss. Normalerweise wird die Batterie durch die integrierte Software abgeschaltet. Doch auf Software allein wollen wir uns nicht verlassen. Bei tigerexped LiFePO4 Akkus wird die Batterie deshalb zusätzlich auch noch hardwareseitig abgeschaltet.
Wir haben zudem weitere Vorteile eingebaut, um auch die Schwächen der LiFePO4 Technik auszugleichen. So kann unser tigerexped-Akku durch eine eingebaute Selbstbeheizung auch dann geladen werden, wenn tiefe Temperaturen eigentlich eine Abschaltung der Ladefähigkeit von LiFePO4 Akkus bedeuten. Erstaunlicherweise ist der Akku trotzdem noch wesentlich kleiner und leichter als gewöhnliche LiFePo4 Batterien.
Überzeuge dich einfach selbst und wende dich bei offenen Fragen einfach gerne an unseren Technik-Support, der dir jederzeit gerne weiterhilft.


